Frieden finden – Sündenböcke adé

Feindbilder und Konkurrenzdenken entstehen immer aus dem Glauben heraus, etwas anderes könnte größer, mächtiger oder stärker sein als wir. Im Aussen sehen wir dann etwas auf uns zukommen, was uns bedrohen oder schaden könnte. Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir aufgrund unserer Sichtweise und unseren Überzeugungen eine Resonanz dazu aufbauen und entsprechend Stellung beziehen.

Reagieren wir aggressiv mittels einer Ellenbogenmentalität, werden wir mit hohem Energieeinsatz meist nicht mehr als ein paar blaue Flecke ernten. Wir verfallen dabei schnell in blinden Aktionismus, anstatt aus unserer Mitte heraus zu handeln. Erscheint uns die Welt als bedrohlich, werden wir versuchen uns vor allem und jedem zu schützen. Dabei wenden wir viel Energie auf, unsere Schutzmechanismen aufrecht zu erhalten, wodurch wir mit der Zeit jedoch immer schwächer werden. Wie wir es auch drehen und wenden, je mehr wir unseren Fokus auf den Aussen-Aspekten halten, umso mehr verlieren wir an Kraft und entfernen uns aus unserer eigenen Mitte.

Soweit sollten wir es nicht kommen lassen. Anhand der nachfolgenden Fragen kannst du für dich überprüfen, inwieweit du deine Energie abgibst und wie du diese für dich wieder integrieren kannst.

  • Beobachte dich, wenn du durch den Tag gehst. In welchen Situationen agierst du aus deiner Mitte heraus und in welchen re-agierst du nur?

  • Entlarve deine Feindbilder. Mache dir bewusst, dass auch unsere sozialen Medien unser Denken beeinflussen, indem sie uns schöne und erfolgreiche Menschen präsentieren, die uns minderwertig fühlen lassen.

  • Gibt es Menschen, die du als Rivalen siehst? Das Konkurrenzdenken verliert in dem Moment seinen Reiz, wo du erkennst, dass du durch die ganz individuelle Umsetzung deiner Ideen der oder die Beste bist, die du sein kannst.

  • Fühlst du dich von anderen Menschen bedroht? Mache dir klar, dass du durch Vorwürfe und Schuldzuweisungen nur Energie an andere abgibst, anstatt diese für gesunde Eigeninteressen zu nutzen.

  • Hast du Angst vor unsichtbaren Feinden wie Bakterien und Krankheiten, dann baue Kraft und Stärke auf. Ändere deine Sichtweise über deinen physischen Körper. Ängste bezüglich Krankheiten werden sehr stark von Aussen gelenkt, indem uns vorgespielt wird, unser Körper sei anfällig und unvollkommen. Dadurch halten wir ein psychisches und auch physisches Stresslevel aufrecht, welches verhindert, dass wir aus unserer Mitte heraus Kraft aufbauen und handeln.

  • Fühlst du dich von unsichtbaren Frequenzen wie Strahlungen, Radar oder Radioaktivität bedroht, schalte energetisch auf «Durchzug». Mach dir klar, dass alles auf der Erde in ganz individuellen Frequenzen schwingt. Deine eigene Frequenz ist deshalb dein bester «Schutz». Andere Schwingungen können dich nur beeinflussen, wenn du dich von der Frequenz her dafür öffnest. Bleibst du in deiner eigenen, ganz individuellen Energieschwingung, kann dir nichts passieren. Die Mönche, die meditierend den atomaren Angriff auf Hiroshima unbeschadet überlebten, sind hierfür ein gutes Beispiel.

  • Überprüfe, wie oft du Ausreden benutzt und dich damit selbst entmächtigst.

Der Schlüssel, um Feindbilder endgültig aufzulösen, ist innerer Frieden und Freiheit. Ruhen wir in unserer Mitte, haben wir nichts zu befürchten, was uns in die Zerstörung oder in eine negative Energieschwingung bringen könnte. Dabei erfahren wir Geduld und Gelassenheit und erlangen ein inneres Gleichgewicht, aus welchem heraus wir kraftvoll Entscheidungen treffen und handeln können. Wir erkennen, dass nichts an uns falsch ist und deshalb niemand ein Urteil über uns fällen kann. Aus einem tiefen inneren Frieden heraus bleiben wir immer in unserer eigenen Schwingung und synchronisieren uns nur dann mit Anderen, wenn wir es wirklich wollen. Innere Ruhe und Gelassenheit sind unser natürlicher Zustand, was wir in alle Situationen bewusst einfliessen lassen können.


Übung: Den inneren Frieden wahrnehmen

Stelle oder setze dich bequem hin und nimm ein paar ganz normale Atemzüge. Nimm deinen physischen Körper wahr. Geh den Körper einmal komplett durch, indem du deinen Armen, Beinen und deinem Rumpf Aufmerksamkeit schenkst. Atme in deinen Unterbauch und nimm wahr, wie sich dein Unterbauch mit den Atemzügen leicht hebt und senkt. Richte nun deinen Fokus auf den Brustraum und lasse in der Mitte deines Brustkorbes mit deiner Vorstellungskraft blaues Licht entstehen. Beobachte, ob es sich bewegt, sich ausdehnt oder einfach nur da ist. Fühle die beruhigende Schwingung, die sich in deinem Körper ausbreitet. Wenn du möchtest, kannst du beim Ausatmen das Wort «Frieden» denken und es im Körper «schwingen» lassen. Du kannst diese Übung auch prima abends im Bett vor dem Einschlafen machen.

Mich interessiert nicht, wessen Schuld es ist, vor allem nicht, wenn es meine eigene ist!
Dr. House

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